Frage an Euch!/ A question to You!

(English version below.)

In letzter Zeit beschäftigt mich die Lage der Welt sehr, vielleicht mehr als sonst , und ich möchte helfen. Das heißt etwa auch, mehr Spenden. Die Idee, die ich hatte, ist, daß ich ein Kleingewerbe anmelden könnte und dann über Dawanda oder Etsy (was benutzt Ihr öfter) das zum Verkauf anbieten kann, was ich so mache. Gruß- und Glückwunschkarten, vllt. Drucke der Illustrationen, die ich mache, falls Jemand das mag, eventuell auch wieder Stricksachen. Als Privatverkäufer bot ich zu Studienzeiten ein paar wenige Stücke zum Verkauf an. Stricksachen dauern jedoch wesentlich länger in der Herstellung und kosten entsprechend mehr. Wie ich damit helfen könnte? Ich dachte, daß ich 10-15% vom kompletten Preis (nicht nur vom Gewinn!) als Spende an Vereine und gemeinnützige Projekte überweisen könnte. Natürlich würde ich dies im Blog dokumentieren und es wäre alles sehr transparent. Die gesammelte monatliche (oder zweimonatliche – je nach dem, wieviel es wird) Summe würde ich aufrunden (ich habe ja noch mein übliches Gehalt von meinem Hauptjob) und dann überweisen. Bevor ich mich jedoch zu diesem Schritt entschließe, würde ich gerne wissen, wie Ihr zu solchen Vorhaben und Projekten steht und ob Ihr eventuell Erfahrungen diesbezüglich habt?

The world and many of it’s problems are something that I often think of and I would like to help more than I do now. That also means that I would like to give more to organizations and groups all over the world who help people in need. So I had an idea, how I could do that more efficient. I could open a little business (in Germany I have to do that to be able to sell stuff I create) and sell things I make on Dawanda or Etsy (Dawanda is something like the German Etsy. Which of those do you prefer or use more often?). The things I could sell are basically all the things you can see on this blog: cards, illustrations (original artwork and prints), knitted cute baby clothes (but those take more time to make and will probably be the expensive items). When I studied at the University, I had sold some knitted items on dawanda as a private seller. But it wasn’t a big deal. Well, if I do that now, I would give 10-15% of the price (the whole price not the profit!) to organizations. Depending on how much this is, that would be monthly or every second month and I would bring it up to a round figure using the money I earn with my dayjob (that I want to keep). Everything would be transparent, I could tell which organization will get the money for that month for example, there are many that need help. Before I decide to make this big step (at least for me it is), I wanted to ask you, what you think about that. Do you have experiences with concepts like this or selling on etsy?

Über jede Meinung und Kommentar freue ich mich ungemein! Diese Idee habe ich nun seit Wochen und irgendwie wäre es schön, wenn das klappen würde.

I’m looking forward to every comment about that question. It’s really something, that is on my mind for weeks now.

Liebe Grüße/ Take care!

Miss

4 Replies to “Frage an Euch!/ A question to You!”

  1. Das ist eine schöne Idee, aber ob Du dafür unbedingt ein Kleingewerbe anmelden musst/solltest bezweifle ich. Grundlage eines Gewerbes ist die „Gewinnerzielungsabsicht“ und die ist ja wohl kaum oder nur gering gegeben wenn Du 10-15% des VK spenden möchtest, es kommen ja außerdem noch die Gebühren von Dawanda/Etsy dazu! Du musst auf jeden Fall eine Übersicht für das Finanzamt machen und am Ende musst Du evtl. Steuererstattungen noch zurückzahlen wenn die zu der Ansicht kommen daß eben die Gewinnerzielungsabsicht nicht besteht. Frag am besten mal einen Steuerberater, es gibt gewisse Freibeträge wo Du kein Gewerbe für anmelden musst.
    Dawanda oder Etsy – ich finde beide ganz ok, aber gerade für Karten ist es dort sehr schwer, es gibt zehntausende von Karten zu teilweise lächerlichen Preisen, bei denen ich mich echt frage wie die Verkäufer da etwas erwirtschaften können, weil ja eben noch gebühren etc. dazu kommen. Ich denke mit Drucken könntest Du da mehr Glück haben.
    Nichtsdestotrotz finde ich Deine Idee an sich gut und bin gespannt was hier noch für Erfahrungen/Vorschläge kommen.

    GlG Bianca

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    1. Danke für den sehr ausführlichen Kommentar. In der Tat kenne ich mich mit den Bestimmungen nicht aus, dachte jedoch, daß das Finanzamt gerade bei den Drucken denken könnte, daß da ja was „produziert“ wird und daß ich gerade da mit dem Kleingewerbe entgegen kommen würde. Die Preise auf Dawanda finde ich auch sehr seltsam manchmal. Aber eigentlich kann man das ja „gut“ berechnen, wenn man die Preise seiner Materialien, Utensilien und auch der Zeit kennt. Wobei Zeit etwas ist, das man schwer berechnen kann. Vielleicht spreche ich mit meiner Steuerberaterin darüber und informiere mich nochmal genauer über die Bestimmungen bezüglich des Kleingewerbes.
      Danke nochmals für den wunderbaren Kommentar!
      Liebe Grüße!

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      1. Das Finanzamt wird Dir schon glauben das etwas produziert wird, aber wenn z.B. nach einer gewissen Zeit am Ende des Jahres kein + plus zu verzeichnen ist bzw. wenn Sie nicht sehen daß die Gewinne sich steigern ( das man in den ersten Jahren minus macht wird anerkannt, man muß ja z.B. erst mal Investitionen tätigen etc ) zweifeln sie halt die Gewinnerzielungsabsicht an und dann kann es Dir im schlimmsten Fall passieren das Du Steuererstattungen die Du evtl. bekommen hast zurückzahlen musst, weil die Steuerbescheide zu Anfang des Gewerbes erst mal nur vorläufig erstellt werden – Stichwort „Liebhaberei“. Von daher ist es auf jeden Fall richtig vorher einen Steuerberater zu konsultieren.
        Ja, klar kann man die Preise bei Dawanda etc. gut berechnen, aber wenn ich z.B. sehe daß da gestempelte Karten für 1,50€ verkauft werden dann frage ich mich schon ob die Ihr Material und Ihre Zeit geschenkt bekommen. Und mit sowas will zumindest ich nicht konkurrieren. Bei Deinen Drucken sieht das hoffentlich anders aus und die Preise für sowas sind noch vernünftig.
        Liebe Grüße !

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      2. Danke nochmals! Daß man Steuererstattungen dann zurückzahlen muß evtl, wußte ich nicht. Ich bin zum Glück niemand, der das alles überstürzt angeht. Demnächst lasse ich mich fachlich beraten, damit ich weiß, was möglich und nötig ist.
        Karten für 1,50 habe ich bei Dawanda auch schon gesehen, aber das halte ich für einen irrwitzigen Preis. Dafür bekommt man doch kaum gedruckte Klappkarten, geschweige denn selbstgemachte! Da würde ich ja nur Verluste machen und so viel verdiene ich dann doch nicht, als das ich das ausgleichen kann. 😀 Idealerweise würde ich auch 0 rauskommen wollen. Für 1,50 kann man eine Postkarte etwa drucken lassen, soweit ich das weiß. (Bisher hatte ich aber auch nur privat 10er Sets Karten drucken lassen, um sie Freunden und Verwandten zu schicken.) Alle gestempelten und sonst aufwendiger gemachten Karten brauchen ja allein mehr Zeit und Material. Da halte ich Preise für 3,40-4,50 für angemessen und nicht zu hoch. (Wobei da die Zeit, die man investiert, auch kaum vergütet wird.)
        Liebe Grüße!

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