Unterwegs mit Skizzenbuch

Unterwegs mit Skizzenbuch

Vor wenigen Jahren wurde ich mutig und nahm mein Skizzenbuch immer öfter mit… und jetzt genieße ich diese kreative Zeit so richtig.

Kapitel

Letzte Woche wollte ich auf jeden Fall mal wieder etwas für mich tun. Etwas Kreatives! Und habe mir fest vorgenommen den Samstag unterwegs zu skizzieren. Das wollte ich auch gar nicht im Café tun, wie im Winter, sondern so richtig. Draußen. Unterwegs! Außerdem wollte ich ein paar kleine Setups ausprobieren, wie funktional sie sind und wie gut sie mitgenommen werden können.

Natürlich ging ich nicht alleine, sondern in bester Gesellschaft. Die Gesellschaft hatte ein Buch dabei.

Zusammen machten wir uns auf in den Stadtpark, um nach Gelegenheiten zum Skizzieren zu suchen.

Offenes Skizzenbuch und viel Natur dahinter. Ein Stift setzt an und skizziert. Ein sitzender Mann auf einer Bank, lesend.

Raues Aquarellpapier und Tinte ist manchmal schwierig, aber eigentlich klappt es in dieser Kombination ganz gut.

Kleines Setup auf der Bank

Für den Anfang begann ich mit dem, das ich gut kenne: Aquarell.

Ein lesender Mann fiel mir direkt ins Auge, deswegen wurde er zu meinem ersten Motiv. Die Szenerie war super simpel und so ruhig. Der Gang aus steinernen Säulen, an denen sich Rosen rankten, die noch nicht zu blühen begannen.

Fertige Aquarellskizze, der sitzende Mann, noch immer lesend, ist nun umgeben von grüner Natur und rankenden Pflanzen.

Fertige Aquarellskizze des lesenden Mannes.

Bevor ich die Skizze beendete, ging er auch. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Ich packe meine Tasche und nehme mit…

Offenes Skizzenbuch auf einer Bank, daneben eine ganz kleine Aquarellpalette mit 6 Farben, ein Pinsel und ein Glas voll dreckigem Wasser. Auf der offenen Seite ist die Skizze mit dem sitzenden Mann zu sehen.

Mein kleines Aquarell-Setup mit der kleinsten funktionalen Palette, die ich gerade habe.

Falls du neugierig bist, was ich mit mir nehme, dann habe ich hier eine Liste für dich. Aber bitte sieh’ das nicht als eine Empfehlung, lediglich als Dinge, die ich gerade genieße und die für mich funktionieren. Nutze ruhig, was du gerade hast!

Die kleine Palette mit Farben von Daniel Smith habe ich als Geschenk erhalten und bin sehr dankbar dafür!

Wenn möglich wurden Affiliate Links zu Amazon benutzt. Bei Verwendung erhalte ich einen kleinen Betrag, der zur Unterstützung der Seite verwendet wird. Danke!

Während des Wartens

Solange die Aquarellfarbe trocknete, habe ich mich an eine andere kleine Skizze gemacht. Neben Aquarellfarben habe ich diesmal nämlich auch ein paar Marker mitgenommen, mit denen ich derzeit gerne rumspiele. Und dieses Setup wollte ich auch für unterwegs testen. Was ganz Kleines, das man immer mitnehmen kann und doch etwas Farbe aufs Papier bringt.

Die kleine Skizze machte ich also in mein kleines A6 Skizzenbuch. Das Motiv war eine ältere Dame, die nur wenige Meter entfernt auf einer Bank saß. Mit dem Rücken zu mir.

Normalerweise male oder zeichne ich ja nie Menschen, nur diesmal, da hatte ich wirklich Lust drauf. Ich wollte sehen, wie das ist und ob das klappt. Vom lebenden, sich bewegenden Modell habe ich ja lange nicht gezeichnet… außer vielleicht bei Dante, meinem Hund.

Kleines Skizzenbuch in der Hand mit einer sehr losen Skizze in Orange, Türkis und Lila, die eine Frau von hinten zeigt mit kurzem Haar und Brille.

Ungesehen skizzieren. Mit Markern und versteckt auf der Bank dahinter ging das ganz gut.

Die Marker sind dabei nicht zufällig gewählt. Naja, abgesehen davon, dass es die einzigen drei Farben sind, die ich besitze. Habe ich sie doch absichtlich so gekauft. Es begann mit einem Orange, dann kamen Türkis und Lila dazu.

Sie haben eine Pinselspitze und lassen sich mit Wasser vermalen. Besonders die Pinselspitze hat es mir angetan. Damit kann ich ganz schnell und einfach skizzieren, ohne mich irgendwie eingeschränkt zu fühlen.

Oft beginne ich mit Orange für die hellen stellen, dann die mittleren Töne in Türkis und die Schatten in Lila. Das Ergebnis gefällt mir und irgendwie macht es auch wirklich Spaß.

Doppelseite in einem Skizzenbuch mit einer Skizze von einer Frau von hinten, mit kurzem Haar in orange, türkis und lila.

Der fertige Sketch im Skizzenbuch.

Im kleinen A6 Skizzenbuch bluten die Marker durch, was mich persönlich aber gar nicht so sehr stört.

Skizzieren im Regen

Nach dieser zweiten Skizze wechselten wir den Standort und gingen für ein wenig Tee und Kuchen in ein Café. Es war wundervoll und der Zitronen-Mohnkuchen sehr lecker. Während ich also den Kuchen und Tee genoss, skizzierte ich einen süßen Hund vom Nachbartisch.

Offenes Skizzenbuch mit Zeichnungen eines Hundekopfes. Daneben ein Druckbleistift.

Kleine Skizzen im Café.

Auch dieses habe ich im kleinen A6 Skizzenbuch gezeichnet. Ein wenig wollte ich sehen, ob ich das Skizzieren zu einer Gewohnheit aufbauen kann. Die Idee, alles in kleinen Skizzen festhalten zu können, ist unheimlich motivierend für mich. Wie ein Tagebuch in Bildern. Klar, kann ich Notizen dazumachen. Aber irgendwie mag ich die Vorstellung. Zudem ist es eine tolle Übung auch sich bewegende Motive zu zeichnen und aufs Papier zu bringen. Wie etwa diesen Hund, der nur wenig still lag.

Genutzt habe ich hier einen Druckbleistift von Faber Castell mit 0,7mm Mine. Den mag ich total gerne, weil er so schön in der Hand liegt und besitze ihn auch in zwei Farben… die Mine des anderen ist Orange, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Die HB Mine fühlt sich gut an, allerdings finde ich, dass sie mir persönlich zu wenig Kontrast bietet, wenn ich damit zeichne. Zukünftig werde ich sie wahrscheinlich gegen eine weichere Mine austauschen, damit sich das behebt. Dann ist es für mich auch etwas einfacher, damit zu schreiben. Es ist zwar eine persönliche Vorliebe, würde es aber für mich einfach perfekt machen.

Doppelseite im Skizzenbuch mit Zeichnungen eines Hundes.

Der süße Hund vom Nachbartisch war ein großartiges Modell.

Und gerade dann begann es zu regnen. Wir wechselten den Platz ins Trockene, wo wir den Tee beendeten und bis dahin auch die Skizzen. Bis…

Die letzte Skizze

Nach dem Regen machten wir uns auf den Weg nach Hause. Spazierten aber durch die Stadt, entdeckten neue Wege und besuchten ein paar Läden auf dem Weg. In einem der Läden fand ich mehr der Art Creation Skizzenbücher, die gerade im Ausverkauf waren. Farben, die aus dem Sortiment gehen und bald durch neue ersetzt werden, doch immer noch so hübsch sind. Zudem habe ich einen Teller gefunden, der wie ein Blatt geformt ist und ab jetzt als Palette auf dem Tisch dienen wird. Gleich nach dem Kauf habe ich ihn stolz im Stream präsentiert.

Und weil der Tag bis dahin so schön war, stoppten wir am Abend an einem letzten Lokal und aßen zu Abend. Dort machte ich die letzte Skizze eines Mannes vom Nachbartisch.

Es war lecker. Und der Tag vollends ein Erfolg.

Doppelseite mit einer Skizze von einem Mann von der Seite in orange, türkis und lila.

Sketch of a man in a restaurant.

An diesem Tag verließ ich das Haus mit dem Ziel zu malen. Das, was mir begegnet, auffällt, einzufangen. Festzuhalten. Das tat ich, voll und ganz und habe den Tag dabei so sehr genossen.

Die Tools, die ich mitnahm, waren wenige und wirklich eine einfache Auswahl. Ich hätte auch nur eins davon nutzen können, nur Bleistift, nur Marker, nur Aquarellfarben. Aber ich wollte ein wenig austesten, wie praktisch sie jeweils für mich sind. Das tat ich. Nächstes Mal wird die Auswahl begrenzter sein, weil ich die Skizzen schnell anfertigen möchte. Momente einfangen, Menschen bevor sie wieder weggehen. Mehr Hunde. Mehr Pflanzen. Mehr alles.

Habt alle einen skizzenvollen Tag!