Hallo liebe Kunstfreunde,

vor einigen Wochen habe ich mir einen online Zeichenkurs gegönnt, um meine Kenntnisse und Fähigkeiten aufzufrischen. Dabei wurden lediglich Bleistifte benutzt. Da mir noch ein paar Stärken fehlten, kaufte ich diese nach. Dabei fiel mir der Perfekte Bleistift von Faber Castell ins Auge. Nunja und schon ein paar Tage später traf der perfekte Bleistift bei mir ein. Wie perfekt er ist, testete ich natürlich auch.

Zuvor bestand meine Bleistiftsammlung – und ich bin da wahrlich nicht wählerisch – aus Staedler Mars Lumographs sowie Faber Castell in verschiedenen Stärken. Bleistifte nutze ich zum skizzieren und in den letzten Jahren selten für komplette Zeichnungen. Daher sah ich keinen Grund mir mehr zu kaufen als ich brauchte und ersetzte nur die Stärken, die gerade fehlten. Dass der Perfekte Bleistift nicht die komplette Sammlung ersetzen würde, war mir natürlich vor dem Kauf bereits klar. Dennoch wunderte ich mich, was denn das Geheimnis ist.

Was bei mir eintraf war ein Bleistift in einer einfachen Plastikverpackung. Er ist um einiges kürzer als die normalen Faber Castell Bleistifte, was wohl der Länge eines Kullis nachempfunden wurde. In meiner Hand fühlte er sich fast zu kurz an, als wäre er schon halb verbraucht bevor er ankam. Die Spitze wurde von einer Kappe bedeckt, in der sich auch ein Spitzer befindet, am anderen Ende war ein Radiergummi befestigt.

Der Radiergummi radiert schon einmal besser als die üblichen roten Radierer, die ich aus der Schulzeit kenne. Es scheint die kleine Version des Faber Castell PVC freien Radierers zu sein, den ich in der großen Form seit Jahren nutze und nichts zu beanstanden habe.

Faber Castell – Der perfekte Bleistift?

Die Kappe fand ich interessant und clever. Die Idee eine Kappe für Bleistifte, die übrigens auf alle handelsüblichen Bleistifte passt, herzustellen, ist genial. Wie oft hatte ich schon das Problem, dass mir die Bleistiftspitzen im Mäppchen brachen oder Spitzer zu klobig zum mitnehmen waren. Die Kappe ist eine simple Lösung beider Probleme. Beim Ausprobieren zeigte sich jedoch, dass der eingebaute Spitzer etwas stumpf ist und das Spitzen nicht so flüssig von der Hand geht, wie ich dies erwartet habe. Andere Spitzer sind da einfacher und angenehmer in der Benutzung. Nun kann ich nicht beurteilen, ob dies nur bei meinem Modell der Fall ist oder ein grundsätzliches Problem dieser Spitzer.

Zurück zum Bleistift selbst. Er hat die Stärke B, was ich sehr begrüße, da ich HB oft etwas zu schwach finde, besonders beim Schreiben. B fühlt sich bei Faber Castell etwas härter an als Mars Lumograph oder Blackwing, aber gibt ebensoviel Graphit ab. Unangenehm ist er deshalb nicht, jedoch merkt man einen ganz leichten Unterschied. Wie geschrieben, kann der einzelne B Bleistift nicht eine komplette Reihe ersetzen, ist aber ein guter Anfang. Für meine Zeichnung habe ich am Ende in der Tat noch einen 8B Bleistift dazugenommen, um die Schatten zu vertiefen.

Und da liegt die Krux des Ganzen. Der Perfekte Bleistift unterscheidet sich nicht von anderen Bleistiften von Faber Castell, er ist nicht besser und wirkt nicht anders. Die Kappe macht ihn lediglich zu einem sehr praktischen Gerät in der Tasche. Die Spitze ist geschützt, er kann überall gespitzt werden und ein Radierer ist auch dabei. Klein, handlich. Ich bin mir nicht sicher, ob dies bereits ausreicht diesen als „perfekt“ zu bezeichnen. Praktisch ist er auf jeden Fall. Die Kappe zumindest wird mich auf meinen Reisen wohl gelegentlich begleiten.

Wie findet ihr den Perfekten Bleistift? Bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen.

Habt einen wundervollen und kreativen Tag!

Eure Lana

Greetings my dear art friends,

a few weeks ago I have attended to an online class for natural history illustration to improve my drawing skills. For the class we were only allowed to use graphite pencils and as I missed some of the softer ones, I purchased the ones I was missing. While I looked for graphite pencils the Perfect Pencil by Faber Castell caught my eye and I got myself one of those too. To see if it’s really as perfect, I did test it.

https://youtu.be/-sR4pCp8kFI

Before my graphite pencil collection was rather small and I’m not really picky about them. Most of the ones I had was a mix of Staedler Mars Lumographs and Faber Castell ones in different hardnesses. I used them mostly for sketching, for years I didn’t do any finished drawings using graphite only. But it was my favourite medium when I was a teen. I was well aware that the Perfect Pencil would not be the one to replace the whole range of pencils. But I was still curious about it and the mystery of perfection.

The pencil arrived in a simple plastic sleeve with a little paper inlay. The pencil itself is short, much shorter than other pencils by Faber Castell, which you can see in the video. It has more the lenght of a pen. In my hand it felt like it was already half used when it arrived and it felt weird. The point was covered by a cap, that also has a removable sharpener. On the other end is an eraser.

The eraser did perform well in the test, for sure better than the red ones that I knew from my pencils when I went to school. It seems to be the smaller version of the Faber Castell PVC-free eraser. That one I use in the bigger size for years and like it still. It really erases well.

The cap was most interesting for me and I think that the design is really clever. It does fit other normal pencils too, so it can be put on any pencil you might want to use it on. Often I had the issue of tips breaking in my pencil case when I carried around pencils or had no place for a sharpener to carry with me. The cap solves both problems at once. When I tried it out it showed, that the sharpener was a little dull and sharpening the pencils didn’t go as smooth as I was used to by other sharpeners. Now I am not sure if it’s the flaw of the one I got or a problem of them all. Other Faber Castell sharpeners worked well for me though.

Zeichnung Vogel

Let’s go back to the pencil itself. It has the B hardness, which I like, as I feel like HB is a bit too hard for my taste for writing. When used on paper it feels just like the other B pencil by Faber Castell that I have, but it feels a bit harder than a Mars Lumograph or Blackwing on paper – although they are the same darkness on paper. As mentioned a single pencil can not replace a whole set, but I was able to do a decent drawing with it. Only for the darkest darks I chose to add a 8B one to make it really pop. Deep values are so important!

And there is the problem I have with it. For me the pencil doesn’t feel like an art supply but a stationary item. For drawings I just need a bigger range of values. As a stationary item it’s just really clever and useful. A pencil, that is protected by a cap, there is an eraser and a sharpener. Like a whole set, but really compact. I like the cap the most, so it will probably end up on other pencils too for travelling. So I see use in this. But I wouldn’t go as far as calling it the „perfect“ pencil. It’s useful, small and handy and that I like.

What do you think about the perfect pencil? I’m very curious about your experiences.

Have a wonderful and creative day!

Yours Lana

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